Birtes Wettkampf der Altersklasse „W50“ begann schon um 8:45 Uhr bei drei Grad. Mit Decken und Handschuhen versuchten sich die Athletinnen warmzuhalten. In den ersten drei Durchgängen schaffte keine die 30 Meter. Im fünften Versuch warf die Mellerin ihren Speer „Viking“ auf 30,57 Meter und konnte im sechsten und letzten Durchgang auf 31,38 Meter nachlegen. Das war auf den Zentimeter genauso weit, wie die führende Slowenin Alenka Kragelj Erzen geworfen hatte. Dann zählte der bessere zweite Versuch. Und da lag Alenka vorne“, bedauert Birte, die damit ihr viertes EM-Silber holte, „klar, gerne hätte ich bei der Siegerehrung die deutsche Hymne gehört.“ Mit der Weite war sie trotzdem zufrieden, nachdem der Speer im letzten Jahr nicht so richtig fliegen wollte. Mit ihrer bei der DM Masters Winterwurf im März geworfenen Leistung führt sie weiterhin die Dt. Bestenliste 2026 der W50 an.
Wie gut, dass in Torun Nationalmannschaftsbetreuer Andreas Deuschle für den Jubel im Stadion gleich zwei schwarz-rot-goldene Fahnen im Rucksack hatte. Denn hinter Birte schaffte es Diana Richter (TSV Korbach) mit 30,61 Meter auf den Bronzeplatz. Damit trugen die beiden DLV-Starterinnen dazu bei, dass Deutschland bei der Masters-EM unter 52 Nationen im Medaillenspiegel ganz vorne lag.


