Seelhöfer kämpft sich im tiefen Sand vor

Meller zieht positive Crosslauf-Bilanz und hofft auf EM-Qualifikation über 3.000 m Hindernis

Jannik Seelhöfer kam mit den typischen Crosslaufbedingungen gut zurecht.

Der Jahresabschluss war zugleich der Höhepunkt seiner Wettkampfsaison: Jannik Seelhöfer vom SC Melle 03 ist bei seiner zweiten Crosslauf-EM 34. von 92 Startern in der Altersklasse U23 geworden.

In Tilburg (Niederlande) absolvierte der 21-Jährige am Sonntag die 8,3 Kilometer lange Strecke im tiefen Sand des Safariparks Beekse Bergen in 24:57 Minuten. Vor zwei Jahren war er im italienischen Chia nach sechs Kilometern als 27. und zweitbester Deutscher der U20 ins Ziel gekommen.

In der Teamwertung verfehlten die deutschen Läufer nun als Viertplatzierte nur knapp Bronze. Der aus Eritrea stammende Samuel Fitwi Sibhatu (Vulkaneifel) gab sein Debüt im Dress des Deutschen Leichtathletik-Verbands und gewann hinter dem Franzosen Jimmy Gressier Silber. Als zweitbester Deutscher der U23 kam Markus Görger (Freiburg) auf Rang 13 ins Ziel.

Die erste Runde des Laufes in Tilburg absolvierten die Athleten im Sonnenschein, danach setzte Sprühregen ein. „Wir hatten dann richtiges Crosswetter“, berichtete der Grönegauer lachend, dem die schwierigen Bedingungen liegen. „Ich bin von den Crossläufen in der Region Osnabrück einiges gewöhnt. In Melle war ich schon im Schnee am Start.“

Die EM-Strecke war trotz des schlechten Wetters gut besucht. „Die Niederländer haben mit Tröten und Leuchtfeuern für eine tolle Stimmung gesorgt.“ Er habe zunächst eine zurückhaltende Taktik gewählt und sich dann langsam nach vorne gearbeitet. Am Ende gab er keinen Platz mehr preis – auch dank eines starken Schlussspurts. Seelhöfer zeigte sich mit dem 34. Rang sehr zufrieden, zumal er nach dem Altersklassenwechsel erstmals über die längere Strecke im Einsatz war. „Ich wusste im Vorfeld nicht, wo ich stehe.“

In der nun beendeten Cross-Saison habe er das Maximum des derzeit Machbaren erreicht. Für das zurückliegende Jahr auf der Bahn fällt die Bilanz durchwachsener aus. „Da geht noch mehr“, hofft der in Leipzig studierende Athlet auf 2019. Sein großes Ziel ist es, die Hindernis-Norm über 3000 Meter für die U-23-EM nächsten Sommer zu schaffen.

 

Erstellt von Meller Kreisblatt, Heike Dierks, Werner Gelhot | |   Leichtathletik
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